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Sauerteig Brot backen

Rustikales Sauerteig-Brot
Eiweiß: gr*
Kohlenhydrate: gr*
Fett: gr *
Pflanzenpunkte:
* Gilt für eine Portion
Vorbereitungszeit: 16 Std. min
Zubereitungszeit: 60 min
Gesamtzeit: 20 Std. min
Zutaten: 5
Sauerteig Brot Backen
8. Juni 2026 //

Slow Food für deine Seele

Sauerteig Brot backen ist gar nicht so schwer.

Aber, ich muss zugeben: Ein Sauerteig ist ein bisschen wie ein Haustier. Er braucht Aufmerksamkeit, regelmäßiges „Futter“ und eine gute Behandlung, um zu gedeihen. Was im ersten Moment nach einem weiteren Punkt auf der To-do-Liste klingt, ist in Wahrheit ein Investment in dich selbst.

Sauerteig Brot backen als Akt der Entschleunigung

Sauerteig Brot backen ist Achtsamkeit pur. In einer Welt, die immer schneller wird, schenkt uns die Fermentation ein wertvolles Gut zurück: Entschleunigung! Es ist ein bewusster Prozess, der uns lehrt, wieder bei uns selbst anzukommen.

Natürlich müssen wir uns diese Freiräume erst mühsam erkämpfen – und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass sich das anfangs oft schwer anfühlt.

Warten können: Was mich Sauerteig über das Leben lehrt

Ich habe mit 19 Jahren angefangen, Sauerteig Brot zu backen. Damals war das weder hip noch trendy, ich hatte schlichtweg die Muße dazu. Doch dann kam das Leben dazwischen: Familie, Kinder, Beruf. Jahrelang schien es mir schier unmöglich, das Backen wieder in meinen Alltag zu integrieren. Die Vorstellung, mich um noch etwas kümmern zu müssen, das meine ständige Aufmerksamkeit verlangt, war schlichtweg überfordernd.

Erst jetzt, da die Kinder selbstständiger sind, entstanden wieder Lücken im Gefüge. Und ja: Vielleicht passt Sauerteig Brot backen nicht in jede Lebensphase. Aber wenn man einmal (wieder) damit begonnen hat, möchte man dieses Erlebnis nicht so schnell wieder missen.

Das Warten lohnt sich!

Der Duft: Wenn das Aroma von frisch gebackenem Brot durch das ganze Haus zieht.

Die Spannung: Wenn man den Deckel vom Topf hebt und sieht, wie der Teig über sich hinausgewachsen ist.

Das Geräusch: Das herrliche Krachen einer splitterigen, dunklen Kruste.

Der Genuss: Der unvergleichliche Geschmack einer noch leicht warmen Scheibe Brot.

„Sauerteig brot backen ist kein stressiges Projekt, sondern Achtsamkeitspraxis pur, ein Geschenk an deine Gesundheit und dein Wohlbefinden.“

Warum wir Sauerteig lieben:

  • Einzigartiger Geschmack: Keine Hefe der Welt kopiert das komplexe Aroma einer langen Teigführung.
  • Deep Connection: Wir entwickeln wieder ein Gespür für echte Lebensmittel und deren Entstehung.
  • Bekömmlichkeit: Dein Bauch wird es dir danken – durch die lange Gehzeit werden schwer verdauliche Stoffe natürlich abgebaut.

Zubereitung

1.

In ein Glas 30g Wasser geben, dann je 15g Weizen und 15g Emmer-Vollkornmehl abmessen. 40g Roggensauer hinzufügen und alles gut vermengen. Ein Gummiband um das Glas hilft bei der Orientierung, wie viel der Ansatz bereits aufgegangen ist.

Nach 4 bis 6 Stunden sollte sich der Ansatz verdoppelt haben und reichlich Luftblasen enthalten. Die Temperatur sollte zwischen 20 und 32 Grad liegen. Ich bevorzuge meistens einen Mittelwert um die 23 Grad.

2.

Die restlichen 285 g Weizenmehl, 185 g Emmer-Vollkornmehl und 345 g Wasser in eine Schüssel geben. Den fertigen Ansatz dazugeben und alles mit einem Löffel verrühren. Die Schüssel gut verschließen, damit der Teig nicht abtrocknet.

Den Teig mit einer Teigkarte oder einem Silikonteigschaber 3 × im Abstand von 30 min dehnen und falten. Wenn der Teig 2/3 der Schüssel ausfüllt, kommt er über Nacht in den Kühlschrank.

3.

Am nächsten Morgen, den Ofen auf maximale Hitze mit Topf mindestens 1 Std. vorheizen.

Zutaten

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