Schwarze Bohnen habe ich zum ersten Mal auf der Heilpraktikerschule in Berlin kennengelernt. Zumindest bewusst, vielleicht kannte ich sie auch schon vorher. In der traditionellen chinesischen Medizin gelten sie als unendlich wertvoll. Sie nähren demnach das Qi, unsere Lebensenergie.
Die Theorie besagt, dass jeder Mensch einen Topf voll Qi von Geburt an zur Verfügung hat. Die Größe des Topfes ist individuell unterschiedlich. Manche Menschen bringen einen großen, gefüllten Topf mit, andere haben wiederum nur einen kleinen Topf, mit dem sie ein Leben lang auskommen müssen. Schwarze Bohnen schlagen in der TCM den Bogen vom Nahrungsmittel zum Heilmittel.
Schwarze Bohnenmus und die Lehre vom langen Leben
Schwarzes Bohnenmus ist mehr als eine Sättigungsbeilage; in der modernen Langlebigkeitsforschung wurde festgestellt, dass Hülsenfrüchte – und speziell schwarze Bohnen – das gemeinsame Hauptnahrungsmittel der Gemeinschaften sind, die die meisten 100-Jährigen hervorbringen (z. B. auf der Halbinsel Nicoya in Costa Rica).
„Wer täglich Bohnen isst, lebt einfach länger.“
Deshalb haben wir dieses sehr leckere Schwarze Bohnenmus Rezept für euch entwickelt.
Auf ein langes Leben und guten Apetitt!
Die Fakten:
Wusstest du, dass die Farbe der Bohne ein direkter Indikator für ihre Heilkraft ist? Die dunkle Schale enthält extrem hohe Konzentrationen an Anthocyanen – das sind dieselben starken Antioxidantien, die auch in Heidelbeeren oder Brombeeren vorkommen.
Der Clou: In der Pflanzenwelt gilt: Je dunkler die Farbe, desto höher der Zellschutz. Schwarze Bohnen haben sogar eine höhere antioxidative Kapazität als ihre hellen Verwandten (wie Kichererbsen oder weiße Bohnen).
Die Synergie mit Reis (Vollständiges Protein)
In Mittel- und Südamerika (den Blue Zones) isst man Bohnen fast immer mit Reis (Gallo Pinto).
Schwarze Bohnen sind reich an der Aminosäure Lysin, aber arm an Methionin. Bei Getreide (Reis) ist es genau umgekehrt. Isst man beides zusammen (oder in einem Mus mit einer Scheibe Vollkornbrot), entsteht ein vollständiges Aminosäureprofil, das biologisch so hochwertig ist wie Fleisch. Ein echtes „Muskel-Futter“ für Vegetarier.
Das „Resistente Stärke“-Wunder
Wenn du das Bohnenmus am Vortag zubereitest und es abkühlen lässt (oder es nach dem Erhitzen abkühlt), bildet sich resistente Stärke.
Diese wirkt wie ein Ballaststoff: Sie wird nicht im Dünndarm verdaut, sondern wandert direkt zu den „guten“ Bakterien im Dickdarm. Das macht das Bohnenmus zu einem erstklassigen Präbiotikum, das die Darmbarriere stärkt.




