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KIMCHI

Kimchi Classic
Eiweiß: gr*
Kohlenhydrate: gr*
Fett: gr *
Pflanzenpunkte:
* Gilt für eine Portion
Vorbereitungszeit: min
Zubereitungszeit: min
Gesamtzeit: min
Zutaten: 8
How to make Kimchi
8. Juni 2026 //

Mit Kimchi musste ich mich erst anfreunden. Drei Anläufe habe ich gebraucht. Die Varianten, die ich gekauft hatte, schmeckten mir gar nicht, und der unangenehme Geschmack, den ich den gesamten Tag mit mir herumtrug, machte mir Kimchi nicht sympathischer. Das Wort „Kimchi“ ist tatsächlich nur ein Sammelbegriff für fermentiertes Gemüse. Das wusste ich vorher auch nicht. Ich hatte Kimchi immer mit Chinakohl assoziiert.

Von Beete über Möhre zum Kohl

Die ersten eigenen Versuche weckten jedoch schnell mein Interesse an dieser an Alchemie erinnernden Methode, einfache Lebensmittel in Superfood zu transformieren. „Mein Credo: Anfangen mit dem, was schmeckt – wachsen mit dem, was gelingt.“ Den Anfang machten Rote Bete mit Birne und Ingwer. Das Ergebnis? Ein absoluter Hammer!

Von da aus ging es weiter Richtung Möhre und ja schließlich auch zum Kohl. Aus Spitzkohl und Wirsing haben wir auch 2 tolle Rezepte entwickelt, die uns die Integration dieses Mikrobiom-Superfoods in unseren wöchentlichen Speiseplan sehr leicht gemacht haben. In dieser Variante wollten wir uns nun aber endlich dem traditionellen Kimchi widmen.

Die Zeit macht den Kohl erst fett

Fermentation ist supercool und spannend. Wie an anderer Stelle schon erwähnt: Das Zauberwort heißt hier „Geduld!“ Fermentation ist ein Prozess und der benötigt Zeit. Wer also schnell möchte, dem sei hier abgeraten. Aber für alle, die sich die Zeit nehmen möchten: „Probiert es unbedingt!“

Im Grunde ist es super simpel: Wasser, Salz, Gemüse. Hier könnt ihr einfach spielen und alles Erdenkliche kombinieren. Das Schöne ist: Während ihr wartet, wird aus einfachem Gemüse fein prickelndes Probiotik-Superfood. Durch die Fermentation des Kimchis entstehen Billionen von Milchsäurebakterien (vor allem Lactobacillus). Beim Verzehr wirken sie wie eine Verjüngungskur für deine Darmflora – und ein gesunder Darm ist bekanntlich die Basis für ein starkes Immunsystem.

Aber das ist noch nicht alles:

Vitamin-Explosion durch Fermentation

Interessanterweise erhöht der Fermentationsprozess den Vitamingehalt:

B-Vitamine: Während es im Glas prickelt und arbeitet, verdoppeln die Bakterien fast wie von Zauberhand den Gehalt an B-Vitaminen. Von B1 für die Energie bis hin zum seltenen B12 liefert Kimchi dir einen kompletten Nerven-Komplex. Es ist also echtes „Brainfood“, das dich nicht nur gesund, sondern auch gelassen macht. Hinzu kommen massig Vitamin C für die Abwehrkräfte und Vitamin K für die Knochen.

Natürlicher Entzündungshemmer

Die Kombination aus Knoblauch, Ingwer und Chili wirkt wie ein natürliches Antibiotikum. Das Capsaicin aus dem Chili kurbelt den Stoffwechsel an. Ingwer und Knoblauch wirken entzündungshemmend und senken nachweislich den Cholesterinspiegel.

Bioverfügbarkeit

Der Chinakohl ist im Kimchi bereits „vorverdaut“. Die Bakterien haben die harten Zellstrukturen des Kohls schon aufgebrochen. Das bedeutet: Dein Körper kommt viel leichter an die Mineralstoffe (wie Kalzium und Eisen) heran!

Und nun: Viel Spaß beim Ausprobieren!

Zubereitung

1.

Für das Kimchi Classic, den Chinakohl vierteln. Dann die unteren Strünke wegschneiden und die Viertel in 3–4 cm dicke Dreiecke schneiden.

2.

3.

Alles in eine Schale geben und mit reichlich unraffiniertem Steinsalz gut durchmischen und für 4 bis 6 Stunden beiseitestellen. Nach der Wartezeit hat der Kohl Wasser abgegeben und ist weich geworden. Nun wascht ihr das Salz gründlich ab. Kurz bevor ihr den Kohl wascht, könnt ihr schon mit den nächsten Schritten weitermachen.

4.

Für die Paste bringt ihr 250 ml Wasser zum Kochen. Rührt dann nach und nach die 1,5 Löffel gemahlene Reismehl unter. Rührt stetig weiter auf kleiner Hitze, bis die Paste andickt.

5.

Den Apfel mit einem Asiahobel in feine Stifte hobeln. Den Knoblauch kleinschnippeln und den Ingwer in kleine Stifte schneiden. Die Möhre in dünne Streifen schneiden und die Lauchzwiebel in 2 cm große Stücke schneiden.

Gebt nun den Apfel, Ingwer, Knoblauch, 3 EL Sojasoße und 2 EL Gochugaru-Chilipulver in den Topf mit dem Reismehl und vermischt alles gut.

Dann mischt ihr die Möhre und die Lauchzwiebeln unter. Im letzten Schritt fügt ihr den gewaschenen Chinakohl hinzu. Die Kohlblätter sollten alle gut mit der Paste benetzt sein. Verwendet einen Handschuh und knetet alles etwas durch.

 

6.

Nun sind wir fast fertig. Füllt das Kimchi jetzt in ein 1-l-Einmachglas. Achtet dabei darauf, dass ihr möglichst wenig Luft einschließt. Drückt jede Schicht fest in das Glas. Macht den Rand noch etwas sauber und legt einen Beschwerungsstein oben auf das Kimchi. Alles sollte gut mit Flüssigkeit bedeckt sein und das Glas nicht zu voll.

Wenn ihr keine Fermentationsgewichte habt, könnt ihr euch einfach etwas ausdenken. Ich habe für das erste Mal einen kleinen Glasdeckel verwendet.

Stellt das Glas an einen dunklen Ort in der Wohnung, wo die Temperatur einigermaßen stabil ist.

Jetzt heißt es warten. In den kommenden Tagen werdet ihr bemerken, dass das Kimchi anfängt, Bläschen zu machen. Das ist ein gutes  Zeichen, das euch bestätigt, dass die Bakterien ihre Arbeit tun. Die Milchsäurebakterien wandeln Zucker in Milchsäure um, was euer Kimchi haltbar macht.

Bei diesem Stoffwechselprozess entsteht als Nebenprodukt Kohlendioxid. Da schädliche Schimmelpilze Sauerstoff zum Überleben brauchen, schützt sich dein Kimchi durch das Perlen quasi selbst vor dem Verderben.

Lüftet in den kommenden Tagen immer mal wieder das Glas, um den Druck zu reduzieren. Wenn es angenehm riecht, seid ihr auf einem guten Weg. Riecht es schlecht, habt ihr unsauber gearbeitet und ihr müsst von vorn beginnen. Ist bei mir aber nie vorgekommen. Nach 5 bis 7 Tagen verlagert ihr euer Kimchi in den Kühlschrank.

Ihr könnt jetzt auch immer wieder mal probieren, um zu erleben, wie sich der Geschmack über die Zeit verändert. Wenn ihr es noch nicht vorher aufgegessen habt, ist Woche 3 ein guter Zeitpunkt, dies zu tun:)

Viel Spass euch!

 

Zutaten

  • 1
    Kopf
    Chinakohl
  • 1
    Stk.
    Apfel
  • 1
    Stk.
    Möhre
  • 2
    Stk.
    Frühlingszwiebel
  • 1,5
    EL
    Gochugaru Chilipulver
  • 150
    ml
    Wasser
  • 2
    EL
    Sojasauce
  • 2-3
    cm
    Ingwer
  • 2
    Zehen
    Knoblauch
  • 3
    EL
    Gochugaru Chilipulver
  • 12
    g
    Salz
  • 1,5
    EL
    Reismehl

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