Mein erster Fermentationsversuch war dieser hier. Und wie soll ich sagen, mir hat es die Türen zur Fermentation geöffnet. Wir lieben Rote Bete in allen erdenklichen Variationen. Als Salat, roh oder gedünstet, als eingelegte Variante oder eben knusprig aus dem Ofen, egal, Beete, ob gelb oder rot, sind in unserem Haushalt ein Alltime‑Favorit.
Meine Idee war, mich an der eingelegten Variante zu orientieren und zu schauen, ob Rote Bete als Kimchi eine ähnliche Gaumenfreude erzeugen würde. Und ja, ich muss sagen, uns schmeckt sie vorzüglich! Mit dem zusätzlichen Wissen, dass Milliarden von nützlichen Milchsäurebakterien deine Darmflora boosten, macht das Verspeisen noch mehr Spaß.
Kimchi, eigentlich nur fermentiertes Gemüse
Kimchi ist kein spezielles Rezept, sondern ein Sammelbegriff. Das Wort leitet sich vermutlich von dem alten Begriff „chimchae“ (沈菜) ab, was so viel bedeutet wie „in Salzlake eingeweichtes Gemüse“. Wir haben unser Kimchi Rezept daher auch recht undogmatisch entwickelt, ohne zu viel Bezug auf die Tradition zu legen.
Rote Bete: Die tolle Knolle
Schon die Römer glaubten fest daran, dass Rote Bete eine aphrodisierende Wirkung hat. In der Tat ist das gar nicht so weit hergeholt: Die Knolle enthält viel Bor, ein Spurenelement, das direkt an der Produktion von menschlichen Sexualhormonen beteiligt ist. Daher findet man auf den Fresken des Lupanar-Bordells in Pompeji dieses wilde Gemüse!
Nun zu den Fakten: Rote Bete ist reich an Nitraten, die im Körper zu Stickstoffmonoxid umgewandelt werden. Das kann:
- Den Blutdruck senken.
- Die Durchblutung und sportliche Ausdauer fördern.
- Die Leber bei der Entgiftung unterstützen (dank des Farbstoffs Betanin).
Ingwer & Gochugaru: Die Entzündungshemmer
- Ingwer: Wirkt antibakteriell und beruhigt den Magen. Er gibt dem Kimchi eine feine Schärfe und wirkt wärmend.
- Gochugaru (Koreanische Chiliflocken): Das darin enthaltene Capsaicin kurbelt den Stoffwechsel an und wirkt ebenfalls entzündungshemmend.
Birne: Der natürliche Gegenspieler
Die Birne dient in diesem Rezept nicht nur dem Geschmack. Sie liefert den Bakterien den nötigen natürlichen Fruchtzucker für die Fermentation und sorgt für Ballaststoffe. Zudem rundet sie die erdige Note der Roten Bete perfekt ab.





